Geschichte

Traditionsreichste Bank in Liechtenstein

Die Geschichte der Liechtensteinischen Landesbank begann am 5. Dezember 1861. Die LLB ist somit die traditionsreichste Bank in Liechtenstein. Ihre Gründung als "Zins- und Credit-Landes-Anstalt im souverainen Fürstenthume Liechtenstein" stand am Anfang all der Reformen, die mit der ersten liechtensteinischen Verfassung von 1862 folgten. Damit begann die Entwicklung Liechtensteins zu einem modernen Wirtschaftsstandort.

Fortschrittliche Eigenkapital-Bestimmungen

Unter dem Namen "Spar- und Leihkassa" hatte die Bank gemäss Gesetz vom 18. September 1875 den Auftrag, den "Bewohnern Liechtensteins" eine Möglichkeit zu bieten, ihr Geld "sicher und fruchtbringend" anzulegen. Im Zuge der Demokratisierung Liechtensteins nach dem Ersten Weltkrieg erhielt die Sparkasse 1923 eine gewisse Selbstständigkeit bei gleichzeitig "unbeschränkter Landesgarantie" sowie Steuerfreiheit. Für sie galten damals bereits sehr fortschrittliche Eigenkapital-Bestimmungen – so wie sie heute international vorgeschrieben werden.

Universalbank mit internationalen Kunden

Der Aufstieg der Landesbank basierte auf der engen Verbindung Liechtensteins mit der Schweiz: auf dem Zollvertrag von 1924, auf der Übernahme des stabilen Schweizer Frankes als Landeswährung und der Zusammenarbeit mit dem Finanzplatz Zürich. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich das Finanzinstitut unter dem neuen Namen Liechtensteinische Landesbank (1955) von einer ländlichen, lokal verwurzelten Spar- und Hypothekarkasse zu einer Universalbank mit internationalen Kunden.

Die Liechtensteinische Landesbank handelte stets langfristig und blieb auf Stabilität und Sicherheit bedacht. So erlaubte zwar das neue "Gesetz über die Liechtensteinische Landesbank" von 1981, Tochtergesellschaften und Filialen im Ausland zu gründen. Diesen Schritt unternahm sie jedoch erst nach der Teilprivatisierung, mit der die LLB mehr Autonomie vom Staat erhielt. Mit den neuen Strukturen und Statuten konnte sie sich rascher an das wirtschaftliche Umfeld anpassen.

Börsengang und Expansion

Am 4. Januar 1993 trat das Gesetz über die Liechtensteinische Landesbank [PDF, 55.8 KB] in Kraft, was den Weg für den Börsengang an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange ebnete. 1997 gründete die LLB die LLB (Schweiz) AG in Zürich. 2005 und 2008 folgten Repräsentanzen in Abu Dhabi und Dubai, 2006 in Lugano, 2009 die Gründung der Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) AG in Wien, 2011 die Eröffnung der Zweigniederlassung in Genf. 2005 erhöhte die LLB ihre Beteiligungen an der Treuhandgesellschaft Jura Trust AG auf 100 Prozent und an der Vermögensverwaltungsgesellschaft swisspartners Investment Network AG auf 67.4 Prozent.

2007 erwarb die LLB die Mehrheit (74.2 %) an der Schweizer Regionalbank Linth, die als Bank Linth LLB AG mittlerweile zu den führenden Banken der Ostschweiz zählt.

Strategische Neupositionierung

Mit der Strategie Focus2015 schaffte die LLB-Gruppe ab 2013 eine wegweisende Neupositionierung. Dies war die Antwort auf den fundamentalen Wandel, in dem sich die Bankenwelt seit der Finanzkrise 2008 befindet. Die LLB-Gruppe richtete den Fokus auf die Onshore-Märkte Liechtenstein, Schweiz und Österreich, die traditionellen grenzüberschreitenden Märkte Deutschland und übriges Westeuropa und die Wachstumsmärkten Zentral- und Osteuropa sowie Mittlerer Osten. Gleichzeitig reduzierte sie Kosten und Komplexität. 2013 waren die Schliessung der LLB (Schweiz) AG und der Zweigniederlassung Lugano wichtige Meilensteine. Die LLB-Gruppe verkaufte am 18. Oktober 2013 auch ihre Beteiligungen an der Jura Trust und am 6. März 2015 an der swisspartners Investment Network.

Die LLB-Gruppe befindet sich in einer Position der Stärke und setzt erfolgreich und konsequent um, was sie sich mit der Strategie Focus2015 vorgenommen hat. Kosten und Komplexität konnte sie bereits 2013 in erheblichem Mass verringern. 2014 hat sie die Profitabilität weiter gesteigert, aber auch gezielt in Innovationen und in die Zukunft investiert.