Grundsätze zur Ausübung von Stimmrechten

Die LLB Fund Services als Verwaltungsgesellschaft bzw. AIFM (nachfolgend LFS) ist mit den von ihr verwalteten Fonds in inländische und ausländische Beteiligungspapiere investiert. Gemäss den nationalen und europäischen Vorgaben ist sie verpflichtet, die mit den Anlagen verbundenen Mitgliedschafts- und Gläubigerrechte unabhängig und ausschliesslich im Interesse der Anleger auszuüben. Im Falle einer Delegation einzelner Tätigkeiten an Dritte stellt die LFS sicher, dass die Ausübung dieser Rechte in die Delegationsverträge aufgenommen wird.

Kriterien für die Ausübung von Stimmrechten

Die Stimmrechte werden von der LFS oder ihren Delegierten dann aktiv wahrgenommen, wenn nachhaltige Anlegerinteressen betroffen sind. Die LFS weist bei einer allfälligen Delegation der Anlageverwaltung ihre Delegierten vertraglich darauf hin, dass diese zur Ausübung der sich aus den Anlagen ergebenden Rechte als Gesellschafterin, Miteigentümerin, Gläubigerin usw. ermächtigt, aber nicht verpflichtet sind und sich die LFS vorbehält, die entsprechenden Rechte selbst auszuüben.

Eine Ausübung der Stimmrechte erfolgt grundsätzlich dann, wenn der Stimmenanteil an einem Unternehmen, konsolidiert auf Ebene der LFS, mehr als ein Prozent des stimmberechtigten Kapitals beträgt. Fallbezogen erfolgt auch in diesem Fall dann keine Abstimmung, sofern andere Faktoren, wie beispielsweise die freie Handelbarkeit der Position, im Sinne der Anlagerinteressen höher zu gewichten sind.

Sofern der Stimmenanteil weniger als ein Prozent des stimmberechtigten Kapitals beträgt, liegt es im freien Ermessen der LFS bzw. ihrer Delegierten, dennoch ihre Stimmrechte im Sinne der Anleger entsprechend auszuüben. Falls der Delegierte Mitgliedschafts- und Gläubigerrechte ausüben will, so informiert er die LFS im Voraus. Bei allenfalls auftretenden Interessenskonflikten achtet die LFS besonders darauf, dass nur die Anlegerinteressen und nicht die Interessen der Delegierten die Entscheidung beeinflussen.

Sofern Stimmrechte von der LFS oder ihren Delegierten nicht aktiv wahrgenommen werden, so werden diese seitens der Verwahrstelle ebenfalls nicht wahrgenommen und bleiben somit an der Abstimmung der entsprechenden Versammlung unberührt.

Grundlagen der Abstimmungspolitik

Die LFS nutzt zur Umsetzung der Stimmrechtsausübung, wenn mehr als ein Prozent des stimmberechtigten Kapitals gehalten wird, unter anderem das System eines externen Proxy Voting Serviceproviders und lehnt ihre Entscheide an deren Voting Policies an.

Sofern keine Abstimmungsempfehlung seitens des Serviceproviders vorliegt, stimmt die LFS grundsätzlich gemäss den Anträgen des Verwaltungsrates der jeweiligen Gesellschaft. Wird in Einzelfällen und im Sinne der Anlegerinteressen gegen einen solchen Antrag gestimmt, dann wird die Begründung dieses Votings schriftlich festgehalten.