LLB-Gruppe steigert Gewinn auf CHF 111.3 Mio.

Vaduz, 8. März 2018. Die LLB-Gruppe steigerte 2017 ihren Jahresgewinn um 7.1 Prozent auf CHF 111.3 Mio. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende auf CHF 2.00 pro Aktie vor. Zugleich beantragt er die Wahl von Thomas Russenberger und Dr. Richard Senti in den Verwaltungsrat. Mit Akquisitionen in Österreich und in der Schweiz gelingt der LLB-Gruppe ein Quantensprung in der Umsetzung der Strategie StepUp2020.

  • Die Kundenvermögen stiegen um 8.2 Prozent auf CHF 50.3 Mia.
  • Die Kundenausleihungen nahmen um 4.7 Prozent auf CHF 12.1 Mia. zu.
  • Mit einem Netto-Neugeld-Zufluss von CHF 470 Mio. ist die Trendwende vollzogen.
  • Mit einer Tier 1 Ratio von 22.2 Prozent steht die LLB-Gruppe für Sicherheit und Stabilität.
  • Das Land Liechtenstein profitiert mit insgesamt CHF 46.4 Mio.

"Mit den Kunden im Fokus konzentrieren wir uns mit der Strategie StepUp2020 auf unsere Stärken. Zum vierten Mal in Folge konnten wir den Gewinn steigern. 2017 haben wir ein Konzernergebnis von CHF 111.3 Mio. erzielt", sagt Georg Wohlwend, Präsident des Verwaltungsrates. "Unser fokussiertes Geschäftsmodell und die konsequente Umsetzung unserer Strategie zeigen nachhaltig Wirkung."

Erfreuliches Konzernergebnis

In einem anspruchsvollen Umfeld erwirtschaftete die LLB-Gruppe ein erfreuliches Konzernergebnis, das mit CHF 111.3 Mio. um CHF 7.4 Mio. beziehungsweise 7.1 Prozent höher ausfiel als im Vorjahr (2016: CHF 103.9 Mio.).

Der Geschäftsertrag nahm um 7.5 Prozent auf CHF 399.4 Mio. (2016: CHF 371.7 Mio.) zu. Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft erhöhte sich um 6.2 Prozent auf CHF 154.8 Mio. (2016: CHF 145.7 Mio.). Dies ist auf eine erfolgreiche Marktbearbeitung und die Lancierung neuer Produkte sowie auf neue Preismodelle zurückzuführen. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft reduzierte sich aufgrund des rückläufigen Geschäfts mit Banken um 4.3 Prozent auf CHF 132.1 Mio. (2016: CHF 138.1 Mio.). Der Zinserfolg im Kundengeschäft blieb stabil bei CHF 148.5 Mio. Das risikobewusste Wachstum bei den Hypotheken kompensierte den erwarteten Ertragsrückgang aus der Verlängerung der Festzinskredite zu tieferen Konditionen.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft nahm auf CHF 83.0 Mio. (2016: CHF 55.9 Mio.) zu. Der Kundenhandel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen erhöhte sich deutlich um 46.7 Prozent auf CHF 61.3 Mio. Der Anstieg ist auf ein verbessertes Treasury-Ergebnis sowie eine gesteigerte Kundenaktivität zurückzuführen.

Der Erfolg aus Finanzanlagen lag bei CHF 16.3 Mio. (2016: CHF 21.8 Mio.).

Strategiekonformer Personalausbau

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3.4 Prozent auf CHF 267.0 Mio. (2016: CHF 258.2 Mio.). Der Personalaufwand stieg aufgrund einer einmaligen Aufwandsminderung im Vorjahr und infolge des strategischen Personalausbaus auf 867 Vollzeitstellen (31. Dezember 2016: 858) um CHF 14.6 Mio. auf CHF 155.4 Mio. (2016: CHF 140.8 Mio.). Der Sachaufwand reduzierte sich um 7.8 Prozent auf CHF 82.8 Mio. (2016: CHF 89.9 Mio.).

Die Cost-Income-Ratio betrug 69.6 Prozent (2016: 62.8 %).

Geschäftsvolumen um 8 Prozent gesteigert

Das Geschäftsvolumen erreichte mit CHF 62.3 Mia. (31. Dezember 2016: CHF 58.0 Mia.) einen Meilenstein. Die Kundenvermögen der LLB-Gruppe betrugen per 31. Dezember 2017 CHF 50.3 Mia. (31. Dezember 2016: CHF 46.4 Mia.). Mit CHF 470 Mio. (2016: minus CHF 65 Mio.) konnten die höchsten Netto-Neugeld-Zuflüsse seit 2011 erzielt und die Trendwende vollzogen werden. Dazu trugen vor allem Zuflüsse im institutionellen Geschäft sowie im Private Banking bei. Die Kundenausleihungen stiegen um 4.7 Prozent auf CHF 12.1 Mia. Die Hypothekarforderungen nahmen um 5.7 Prozent auf CHF 10.6 Mia. (31. Dezember 2016: CHF 10.0 Mia.) zu.

Moody's Rating unterstreicht Finanzkraft

Die LLB-Gruppe verfügt mit einem Eigenkapital von CHF 1.9 Mia. über eine hohe finanzielle Stabilität und Sicherheit. Die Tier 1 Ratio lag Ende 2017 bei 22.2 Prozent (31. Dezember 2016: 21.0 %). Die Rendite auf dem Eigenkapital, das den Aktionären der LLB zusteht, erhöhte sich auf 6.1 Prozent (2016: 5.9 %). Das ausgezeichnete Rating, das die Ratingagentur Moody's im April 2017 für die Liechtensteinische Landesbank bekräftigt hat, unterstreicht die Solidität der LLB-Gruppe. Mit dem Depositenrating von Aa2 befindet sich die LLB in der Top-Liga der Liechtensteiner und Schweizer Banken und liegt weit über dem Durchschnitt europäischer Finanzhäuser.

18 Prozent höhere Dividende

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 9. Mai 2018 eine zum dritten Mal in Folge höhere Dividende vor. Die Erhöhung um 17.6 Prozent auf CHF 2.00 pro LLB-Aktie entspricht einer attraktiven Dividendenrendite von 4.0 Prozent. Die Ausschüttungsquote beträgt 52 Prozent.

Neue Verwaltungsräte nominiert

Am 9. Mai geht die Amtszeit für drei langjährige Verwaltungsräte aufgrund der im Landesbank-Gesetz festgelegten Amtsdauerbeschränkung zu Ende. Markus Büchel, Markus Foser und Roland Oehri scheiden aus dem Gremium aus. Der Verwaltungsrat dankt ihnen für ihr langjähriges Engagement. In den vergangenen neun Jahren haben sie massgeblich zur Stärkung der LLB-Gruppe und zur Ausrichtung des Unternehmens auf nachhaltig profitables Wachstum beigetragen.

Als neue Mitglieder schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung – vorbehaltlich der aufsichtsbehördlichen Genehmigung – Thomas Russenberger und Dr. Richard Senti für eine Amtszeit von drei Jahren zur Wahl vor.

Thomas Russenberger ist seit 2013 Global Head of Human Resources des weltweit erfolgreichen Automobilzulieferers und Technologieführers thyssenkrupp Presta mit Sitz in Eschen. Der Betriebswirt mit Spezialwissen im Bereich Wirtschaftsinformatik verfügt zugleich über einen Master in Business Administration in Entrepreneurship. Als Personalchef des grössten Arbeitgebers in Liechtenstein ist er für über 7'000 Mitarbeitende verantwortlich.

Dr. Richard Senti ist seit 2003 Chief Financial Officer und Mitglied der Gruppenleitung der Hoval Gruppe, Vaduz. Zum Hersteller von technologisch überlegenen Raumklima-Lösungen gehören 16 Gruppengesellschaften weltweit. Davor führte er drei Jahre das Finanz- und Rechnungswesen des Konzernbereichs infratec der vonRoll infratec (holding) ag in Zürich. Richard Senti absolvierte ein Wirtschaftsstudium und promovierte an der Universität St. Gallen.

Die beiden Nominierten vereinen hohe Kompetenz und mehrjährige Führungserfahrung in den Bereichen Human Resources, Finanzen und Risikomanagement und verfügen über ein vertieftes Verständnis für Strategiefragen und Kulturentwicklung.

Volkswirtschaftlicher Beitrag

Das Land Liechtenstein erhält von der LLB-Gruppe für 2017 durch die beantragte Dividendenausschüttung, direkte Steuern und die Abgeltung der Staatsgarantie einen Beitrag von CHF 46.4 Mio. (2016: CHF 38.4 Mio.).

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick

20172016+/- %
Geschäftsertrag (in Mio. CHF)399.4371.77.5
Geschäftsaufwand (in Mio. CHF)–267.0–258.2 3.4
Konzernergebnis (in Mio. CHF)111.3103.97.1
Netto-Neugeld-Zufluss (in Mio. CHF) 470–65
ROE (in %)6.15.9
Cost-Income-Ratio (in %)69.662.8
31.12.201731.12.2016+/- %
Tier 1 Ratio (in %)22.221.0
Dividende (in CHF)* 2.001.7017.6
Ergebnis pro Aktie (in CHF)3.663.407.6
Geschäftsvolumen (in Mia. CHF) 62.358.07.5
Kundenvermögen (in Mia. CHF)50.346.4 8.2
Kundenausleihungen (in Mia. CHF)12.111.54.7
Bilanzsumme (in Mia. CHF)20.020.0 0.3
* Antrag des Verwaltungsrates an die Generalversammlung vom 9. Mai 2018

Akquisitionen in Österreich und in der Schweiz

Mit der Strategie StepUp2020 hat sich die LLB-Gruppe zum Ziel gesetzt, organisch zu wachsen sowie Akquisitionen in den Heimmärkten Liechtenstein, Schweiz und Österreich vorzunehmen. Ende Dezember 2017 hat sie die Übernahme der Semper Constantia Privatbank AG in Wien angekündigt. Dies ist ein grosser Schritt, der es ermöglicht, das Geschäft in Österreich signifikant auszubauen und Österreich als dritten starken Heimmarkt zu positionieren. Mit der Übernahme der Semper Constantia Privatbank übertrifft die LLB-Gruppe ihr Ziel, das Geschäftsvolumen auf über CHF 70 Mia. zu steigern, bereits im Jahr 2018.

Im Februar 2018 hat die Liechtensteinische Landesbank einen Kaufvertrag zum Erwerb der Aktien der LB(Swiss) Investment AG, Zürich, unterzeichnet. Diese strategiekonforme Übernahme ermöglicht der LLB-Gruppe den Eintritt in den Schweizer Fondsmarkt und den starken Ausbau des Fondsgeschäfts. Dieses wird sie in Zukunft von den drei Standorten Liechtenstein, Österreich und Schweiz aus betreiben und schafft damit ein Fonds Powerhouse in der FL-A-CH-Region.

Auch nach den beiden Transaktionen bleibt die Eigenkapitalausstattung unverändert stark. Die LLB-Gruppe verfügt weiterhin über rund CHF 400 Mio. überschüssige Eigenmittel.

Ausblick

"Die Übernahmen der Semper Constantia Privatbank AG und der LB(Swiss) Investment AG sind ein Quantensprung in der Umsetzung der Strategie StepUp2020", sagt Group CEO Roland Matt. "Beide Akquisitionen sind wichtige Bausteine für beschleunigtes Wachstum. Die strategischen Ziele vor Augen, werden wir die LLB-Gruppe 2018 verantwortungsvoll und nachhaltig auf Erfolgskurs halten." Die Digitalisierung bleibt ein Schwerpunkt. Das Ausbildungsprogramm zur Kundenberater-Zertifizierung und das Gruppenprogramm Lean Management werden wesentlich dazu beitragen, das Unternehmen noch stärker auf Kundenbedürfnisse auszurichten.

Die LLB-Gruppe ist zuversichtlich, dass sie dank des fokussierten Geschäftsmodells, der diversifizierten Ertragsstruktur und der klaren strategischen Ausrichtung 2018 ein solides Konzernergebnis erwirtschaften wird.

Informationen zum Jahresergebnis 2017

Die Informationen zum Jahresergebnis 2017 der LLB-Gruppe sind am 8. März 2018, ab 7.00 Uhr, unter http://www.llb.li/jahresabschluss2017 abrufbar. Der Geschäftsbericht 2017 steht in einer interaktiven Online-Version zur Verfügung unter: http://gb2017.llb.li